Franziskusweg Ottenbach

Weglänge

Rundwanderweg, 7 km, Herrliche Aussichten um die drei Kaiserberge

Wegzeit

2–3 Stdn. Höhenunterschied zirka 160 m

Kinderwagen tauglich

Die Strecke ist bedingt Kinderwagentauglich. Nach "Mond und Sterne" - vor dem steilen Anstieg rechts dem Feldweg zur alternativen Station Wind folgen. Mündet oberhalb Kitzen wieder in den Normalweg.

Rollstuhl geeignet

Für Rollstuhl eignet sich nur der zweite Teil der Strecke, ab Kitzen mit den Stationen: Wasser, Feuer, Erde, Nachfolge, Bruder Tod.

Kontaktadresse

Katholisches Pfarrbüro Ottenbach Tel. 07165/1061 oder Karl Schönweiler 73113 Ottenbach, Schulstraße 21 Tel. 07165/8421 E-Mail k.j.schoenweiler@t-online.de

Führungen

Bei Karl Schönweiler

Sonstiges

Anspruchsvoller Wanderweg mit Blick auf den Hohenstaufen, Hohenrechberg und die Schwäbische Alb.

Franziskusweg-Ottenbach

Skulpturen und Installationen sowie sakrale Elemente wie z.B. die Franziskusfenster in der kath. Kirche bilden die Stationen auf diesem Weg, die den Sonnengesang des hlg. Franziskus sichtbar, hörbar und fühlbar nahe bringen. Anhand von Tafeln mit den Versen des Sonnengesangs und Begleittexten erschließt sich den Wanderern in der vielfältigen Landschaft um den Hohenstaufen, den Hohenrechberg und dem Ottenbacher Tal der Lobgesang des Franziskus über die Schöpfung Gottes.

Literatur: "Unterwegs mit dem Sonnengesang - Wegbegleiter auf dem Franziskusweg Ottenbach", Autor Karl Schönweiler, 76 Seiten.
2. Auflage Juni 2012


Wegbeschreibung:

Ausgangspunkt ist die Pfarr­kirche St. Sebastian mit den neuen Franziskus­fenstern im Chorraum. Vor dem Haupteingang, außen, gibt eine Infotafel Überblick über Weg­strecke und Stationen. Hier befindet sich auch die Tafel mit dem ersten Vers, dem Eingangslob aus dem Sonnengesang, der die Herrlichkeit Gottes preist.

Von hier geht der Weg Richtung Osten bergab, am Rathaus vorbei, über die Haupt­straße (Fußgängerampel). In nördlicher Richtung weiter führen nach zirka 50 Metern rechts schmale Stufen und ein Gässchen an einem Feldkreuz vorbei hinab zum Bach (Holzsteg). Der Weg führt an einem Bild­stock vorbei zur Strutgasse, weiter dorfauswärts bis zum Kreisverkehr, dort rechts in die Adlerstraße. Nach 100 Metern biegen wir links in die Fasanenstraße. Bergan mündet diese oben rechts in einen Feldweg. Nach zirka 500 Metern leicht ansteigend befindet sich vor einem klei­nen Wäldchen das Sonnenmotiv zum zweiten Vers des Sonnengesangs. Platz mit schöner dorfnaher Aussicht und dem Ho­henstaufen im Hintergrund. Am Waldrand entlang biegt der Weg nach zirka 100 Metern rechts in den Wald ein. Dort wurde das Thema Mond und Gestirne umgesetzt.
Durch das Wäldchen, ansteigend, sowie über eine Lichtung, erreichen wir den steilen Anstieg zum Wald am Rehgebirge. (Gehbehinderte können hier dem Feldweg abwärts in südlicher, dann östlicher Richtung folgen. Er mündet in das Sträßchen oberhalb Kitzens ein, nächste Station: Wasser).
Nach dem Anstieg erreichen wir am Waldrand das Thema des 4. Verses: Wind und Wetter werden hier mittels Fahnen und Windspielen vor dem eindrucksvollen Land­schaftspanorama erfahrbar gemacht. Im Wald geht der Weg weiter bergauf, dann nach rechts bis zum ehemaligen Steinbruch mit dem verborgen ste­henden Feldkreuz. Hier bietet sich eine schöne Möglichkeit zur Rast, die Ruhe zu genießen oder zur Meditation. Tafeln informieren über das Le­ben und Wirken des Heiligen Franziskus. Hier befindet sich auch die begehbare "Offene oder Imaginären Kapelle", eine Installation von Prof. Michael Danner. Auf gleicher Höhe weiter am Waldrand entlang, schließlich rechts über einen Steinplattenweg steil hinunter zum Halden­hof und weiter nach Kitzen. Vor einer Scheune befindet sich der Dorf­brunnen mit Handschwengel und Brunnentrog. Hier ist das Thema Wasser, der 5. Vers des Son­nengesangs erfrischend dargestellt.
Wir folgen nun der nächsten Straßeneinmündung nach links Richtung Kübelhof, Feuerleshof., gehen durch den kleinen, malerischen Ort mit alten Bauernhäusern und Hinterhöfen. Nach kurzen Weganstieg vorbei an den letzten Häusern, führt wieder rechts ein Wiesenpfad entlang einer Hecke,  hinunter zur Grotte über dem Bach. Die 1888 errichtete kleine Marienkapelle würde für sich alleine den Gang lohnen. Bei ihr befindet sich eine Glas-Metall-Installation zum 6. Vers, dem Thema Feuer. Dort kann eine Kerze angezündet werden. Wieder erleben wir diesen Wechsel vom lichten, offenen Platz (Wasser)  zum stillen Ort.
Zurück zur Ortsmitte folgt nun unser Weg südwärts aus Kitzen hinaus, Richtung Waldenhof. Ein Feldkreuz vor der  Brücke ist uns Orientierung. [Empfehlenswert ist ein Ab­stecher zur Antoniuskapelle am Waldenhof, 20 Min. Sie wurde 2007 neu gestaltet und bildet ein Kleinod über dem Ottenbacher Tal.]

Einhundertfünfzig Meter nach der Brücke folgt der Franziskusweg nun rechts dem Feldweg in Rich­tung Ottenbach. Den 7. Vers des Sonnengesangs, "Erde" finden wir in einem "Franziskusgarten" aus Büschen, Bäumen, Hecken und Blumen. In ihm steht ein dem fran­ziskanischen Tau nachempfundenes Naturkreuz. Unter den verschiedenen "Erden der Erde" schichten sich in den drei Plexiglasröhren Erde aus Kroatien, Sand von der Berliner Mauer, Kieselsteine vom Bodensee mit vielen anderen Erdproben übereinander.
Gleich unterhalb am Weg umgibt ein Hag aus Weidengeflecht zwei alte Obstbäume. Vers 8 "Der Mensch -Annehmen, Verzeihen - Krankheit und Not" wurde von Franziskus in seinem Augenleiden hinzugefügt. Das Geflecht weist auf seine lichtgeschützte Weidenzelle in San Damiano hin, wo er von Schwestern der heiligen Klara gepflegt wurde. An dieser Station kann auch ein Stein, als Sinnbild des Beschwerlichen, auf die verbleibende Wegstrecke mitgenommen und an der Schlussstation abgelegt werden.
Hinab durchs Wohngebiet mündet der Weg unten in die Salacher Straße, dorfeinwärts überqueren wir diese am Zebrastreifen, biegen links in den Kreuzwiesenweg um gleich darauf rechts einem Fußweg bergauf zum Friedhof (rechter Eingang) zu fol­gen. Nach dem Torbogen fand Bruder Tod, Vers 9, seinen angemessenen Platz. Das Loch in der Marmorstele symbolisiert als Durchgang die Auferstehung, den Sieg des Lebens über den Tod.
Wir verlassen den Friedhof durch den Haupteingang, überqueren die Straße und folgen dem Fußweg hinauf zum Kirchplatz, wo sich die letzte Station, der Schlussvers des Sonnengesangs befindet.
Der sakrale Raum der Pfarrkirche lädt abschließenden zu einem stillen Gebet ein.

Anfahrt:

Über B 29 Schwäbisch Gmünd Richtung Straßdorf, über Rechberg nach Ottenbach. (12km).

Über B10 Salach (zwischen Stuttgart und Ulm) Richtung Ottenbach. (6km).

12-Karte1-Fenster

1-Fenster 2-Sonne-mit-Staufen 3-Sonne-mit-Rechberg 4-Franziskusweg-Sonne 5-Wind-Abendrot 6-Wetter-Abendlicht 7-Wasser 8-Feuer 9-Franziskus-Garten 10-Verzeihen 11-Bruder-Tod 12-Karte Franziskusweg-Ottenbach